Die Nachteile von WordPress Plugins

Warum ich keine WordPress Plugins nutze

Zugegeben, der Titel ist etwas provokant. Es gibt einige wenige WordPress Plugins, die z.B. die Suchmaschinenoptimierung enorm erleichtern. Auch wenn eine Webseite mehrsprachig sein soll, kommt man derzeit leider noch nicht um das ein oder andere Plugin herum.

Plugins machen eine WordPress-Seite langsam

wordpress-pluginsWordPress an sich funktioniert meist schnell und arbeitet auch bei größeren Datenmengen zuverlässig. Immer wieder kommen jedoch Kunden-Anfragen zustande, die sich über ihre langsam gewordene WordPress-Webseite beklagen.

Oft ist die Nutzung unzähliger Plugins dafür verantwortlich.

Ähnlich wie bei Windows PCs lässt die Leistung mit jeder zunehmenden Software-Installation langsam nach. Bis nur noch ein Neuaufspielen des Betriebssystemes Abhilfe schaffen kann…

Langsame Webseiten sorgen nicht nur für eine hohe Absprungrate von Webseitebesuchern sondern wirken sich nachweislich auch auf das Ranking einer Webseite aus.

 

WordPress-Plugins schaffen Abhängigkeiten

Über die Jahre entsteht neuer Content auf einer WordPress Webseite. Immer wieder wird Content modifiziert, es entstehen neue Menüs und es werden hin und wieder WordPress Plugins installiert.

So kommt es, dass ganze Artikelserien mit Shortcodes versehen sind und die Darstellung somit vom zugehörigen Plugin abhängt.

Erst im Nachhinein wird die Reichweite deutlich

Deinstalliert man dieses Plugin nun aus irgendeinem Grund oder wird das Plugin vom Hersteller nicht mehr weiterentwickelt, kommt es auf den entsprechenden Unterseiten zu Darstellungsfehlern. Bei Webseiten mit 5-10 Seiten ist dies noch nicht dramatisch.

Bei größeren WordPress-Webseiten ist dies jedoch ein enormes Problem.

Zunächst müssen die betroffenen Seiten gefunden werden. Anschließend muss der Shortcode manuell entfernt werden und eine andere Lösung implementiert werden. Schon bei 30 Seiten aufwärts ist dies zeitfressend und damit kostspielig.

Plugins schaffen Sicherheitslücken

Wie unlängst beim meist genutzten WordPress SEO Plugin des Anbieters Yoast bekannt wurde, enthielt das Plugin eine Sicherheitslücke, welche erst durch ein späteres Update gefixed wurde. Dies erfuhr der Nutzer nicht etwa vom Anbieter direkt, sondern über Umwege.

Wer nicht ständig die einschlägigen Online-Magazine liest, bekam von der Sicherheitslücke überhaupt nichts mit.

Alternativen zu WordPress Plugins

Wie bereits am Anfang erwähnt kann das ein oder andere Plugin dennoch sehr nützlich sein.

Standardlösungen wie z.B. eine Kontaktbox, oder etwa das Implementieren von Google Analytics, Webmaster-Tools etc. sollten jedoch nicht über ein Plugin gelöst werden.

Oft sind nur wenige Zeilen Code im Child Theme einzufügen, wie z.B. im Falle der Implementierung von Google Analytics.