Der neue Standard: Gutenberg und WordPress

Seit WordPress 5.0 gilt der Gutenberg-Editor als Standard. WordPress ist damit den längst überfälligen Schritt gegangen, einen eigenen Pagebuilder zu etablieren. All die Jahre zuvor waren Nutzer auf Lösungen von Drittanbietern angewiesen. Die populärsten Pagebuilder vor Gutenberg waren: Elementor, Beaver Builder und Oxygen Builder. Außerdem hatten/haben die populärsten WordPress Business Themes (Avada, Enfold und Divi) jeweils einen eingenen Pagebuilder implementiert.

Alle Pagebuilder haben nun gemein, dass sie auf einer veralteten Technologie – den Shortcodes – basieren. Dies macht die Pagebuilder nicht nur langsamer als den neuen Gutenberg-Editor sondern wird diese irgendwann nicht mehr kompatibel mit WordPress machen. Zwar ist der neue Gutenberg-Editor längst noch nicht so ausgereift und fähig wie so mancher Pagebuilder, mittelfristig wird Gutenberg jedoch die alte Generation der Pagebuilder überflüssig machen.

Produzenten von Pagebuildern wird damit sozusagen die Geschäftsgrundlage streitig gemacht. Wie die Unterstützung von shorcode-basierten Pagebuildern über das Jahr 2021 hinaus aussieht, steht momentan noch in den Sternen. Grund genug also, Ihre neue Unternehmens-Website nicht auf dieses wacklige Pferd aufzusetzen.

Was ist der Grund für Gutenberg?

Der neue WordPress Editor war ein längst überfälliger Schachzug. WordPress verlor seit Jahren Marktanteile an Baukasten-Systeme wie „Wix“, „Weebly“ usw., da diese die Website- und Blog-Erstellung auch für „Nicht-Techies“ einfach machten. Weil Automattic WordPress Blogs auch als SaaS anbietet, war dieser Abgang von Kunden wohl auch deutlich finanziell zu spüren. In erster Linie ist Gutenberg ein Feature für das WordPress-eigene SaaS WordPress.com. Es ist außerdem davon auszugehen, dass Automattic in Zukunft weitere SaaS-Lösungen für andere Zielgruppen als nur für Blogger anbieten wird. Dies ist nur der logische Schritt, da die „SaaS-ifizierung“ mit (dem Open Source) WordPress bereits von Tausenden Unternehmen in vielen Nischen erfolgreich umgesetzt wird. Ähnlich wie Google und Amazon, beobachtet auch Automattic seinen Sekundärmarkt und adaptiert die lukrativsten Lösungen für sich selbst. Gutenberg ist ein wichtiger Meilenstein in dieser Strategie und war unumgänglich.

Das aktuelle „Problem“ von Gutenberg:

Gutenberg bietet von Haus aus nicht so viele Gestaltungsmöglichkeiten, wie die (noch) modernen Pagebuilder. Für Ihre Unternehmenswebsite ist dies jedoch hervorragend, denn Mitarbeiter können somit weniger falsch machen. Wie bereits an anderer Stelle erläutert, sind übermäßige Gestaltungsmöglichkeiten eine Gefahr für Ihre Außenwirkung.

Kleine Werbeagenturen und Freelancer lieben ihre „alten“ Pagebuilder, da die unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten „das Designen“ direkt im Browser ermöglichten. Daher gibt es nun Millionen negativer Kommentare und Beiträge, in denen sich diese Zielgruppe über den neuen Gutenberg-Standard auslässt.

Für Ihre Unternehmens-Website kann es jedoch nichts besseres als Gutenberg geben, denn:

Gutenberg schränkt die Gestaltungsspielräume Ihrer Mitarbeiter ein. Wenn wir Ihre Unternehmens-Website gestalten, liefert stets ein Grafiker vorab das Layout. Sobald dieses professionell gestaltete Layout von Ihnen freigegeben ist, wird es von uns in ein WordPress Theme programmiert. Das Theme alleine regelt nun die Darstellung, Abstände, Farben, Formen etc. – der Gutenberg-Editor ist also lediglich für die Einbindung der Inhalte – Texte, Überschriften, Bilder – zu gebrauchen. So waren Content Management Systeme eigentlich auch gedacht.

Dies ermöglicht skalierbare Inhalte, denn Templates müssen nur einmal programmiert werden und die Darstellung sitzt. Dasselbe Template können Ihre Mitarbeiter nun für die Erstellung Dutzender Unterseiten verwenden. Niemand muss mehr testen, ob alle Unterseiten dieselben Abstände einhalten, die richtigen Schriftfarben verwendet werden usw.

Mit Gutenberg kann außerdem gezielt festgelegt werden, welche Elemente („Blocks“) innerhalb eines Templates verfügbar sind. Sie möchten keine Bilder in Stellen-Ausschreibungen? Dann wird der Bild-Block einfach für das Job-Template deaktiviert. Es sollen nur zwei Farben für Überschriften verfügbar sein? Dann wird die Farb-Palette auf zwei Farben begrenzt.

Keine Abhängigkeit mehr von Drittanbieter-Lösungen

Wir haben bereits an anderer Stelle von unserem „Avada-Fiasko“ geschrieben. Die Abhängigkeit von Drittanbieter-Lösungen für Pagebuilder war eines der größten finanziellen Risiken einer WordPress-Website. Entschied der Drittanbieter, einzelne Elemente ab dem nächsten Update anders darzustellen, war man diesen Änderungen einfach ausgesetzt. Hierdurch konnten enorme finanzielle Aufwände für Korrekturen am Design entstehen. Da der Gutenberg-Editor von den weltweit besten WordPress Entwicklern programmiert und weiterentwickelt wird, sind Sie vor solchen Pannen in geschützt. Der Code des neuen Pagebuilders Gutenberg durchläuft dutzende Tests und Sicherheitsprüfungen – ähnlich wie bei WordPress VIP – bevor auch nur ein einzelnes Byte davon in einem Update publiziert wird.

Was, wenn meine Website zuvor einen Pagebuilder verwendet hat?

Damit nicht von heute auf morgen Millionen von Websites funktionsunfähig werden, hat der WordPress Hersteller „Automattic“ ein Plugin veröffentlicht, welches den neuen Editor Gutenberg zunächst deaktiviert. Die alten, shortcode-basierten Pagebuilder funktionieren damit zunächst weiterhin zuverlässig. Diese Lösung wird bis auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten werden.

Um ihren Absatz zu sichern, müssen jedoch alle Theme-Produzenten eine Gutenberg-kompatible Lösung schaffen. Da Gutenberg auf eine völlig andere (nicht shortcode-basierte) Technologie setzt, werden bei der Konvertierung einer alten Website, hin zum Gutenberg-Standard, Kollateralschäden enstehen. Sehr wahrscheinlich werden Sie als Betreiber einer Website mit Pagebuilder etwas Aufwand für die Konvertierung zum Gutenberg-Standard in Kauf nehmen müssen.

Was ist mit den Herstellern von Pagebuildern?

Elementor, Beaver Builder, Oxygen usw. werden (unserer Meinung nach) auf lange Sicht in ihrer jetzigen Form verschwinden. Sehr wahrscheinlich werden diese Unternehmen sich künftig auf die Modifizierung des Gutenberg-Editors bzw. auf die Erstellung von Gutenberg-Integrationen, Gutenberg-Blocks etc. spezialisieren.

Welche Möglichkeiten bietet der Gutenberg-Editor zur Content-Erstellung?

Wer den Gutenberg-Editor noch nicht gesehen hat, kann diesen hier ausprobieren.

Der Gutenberg-Editor bietet eine gewisse Anzahl an Standard-Blocks. Diese bieten Features wie, Überschriften, Fließtext, Bilder, Video-Embeds etc. und reichen in der Regel für den Blog einer Unternehmens-Website aus.

Für statische Seiten, Startseiten, Landingpages usw. bedarf es oft zusätzlicher Blocks wie z.B. Slider, Hero-Sections, Testimonials usw. Diese werden von uns individuell für Ihr Unternehmen entwickelt und in ein Plugin gespeichert.

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